Bonusmaterial

Skinner - Epilog

Ein zusätzlicher Text zu Skinner nach den Ereignissen des Romans.

Text

September 1922

Südengland

Der Bauer nahm Oskar ein Stück mit dem Wagen. Der Herbst nahte, und es roch nach Regen, doch er würde trocken ankommen. Das letzte Stück ging Oskar zu Fuß, wie alle zwei Wochen, die Stiefel auf dem festen Randweg, links ein Graben, rechts Felder, dahinter die erste Baumreihe, die immer gleich aussah, egal ob Sommer oder Winter.

Unterwegs kaufte er sich eine Zeitung. Das tat er jedes Mal. Eine kleine Stadtzeitung, dünn wie eine Scheibe Brot, voll mit Anzeigen, Vereinsmeldungen, Geburtstagen, ein bisschen Politik, viel Wetter, viel Gerede zwischen den Zeilen. Er faltete sie ordentlich, steckte sie in die Manteltasche und dachte an den Abend bei seiner Schwester. Es würde Eintopf geben, das wusste er schon, und einen Ofen, der nicht so launisch war wie der auf dem Gut. Vor allem aber gab es ein Zimmer, in dem man sitzen konnte, ohne dass irgendwo ein Fenster klapperte, und eine Stimme, die fragte, wie es ihm ging, ohne dass sie dabei etwas wollte.

Oskar war ein dicker Mann geworden. Nicht der fröhliche dicke Typ, eher einer, der zu viel Zeit auf Treppen und in Kellern verbracht hatte, der sich an Wände lehnte, wenn niemand hinsah. Auf dem Gut war er der, der für die Gebäude zuständig war, für Dachziegel, die sich lösten, für feuchte Wände, für den Stall, wenn die Rinne überlief, für den Schornstein, wenn er zog wie ein Fluch. Er war kein Verwalter im feinen Sinne, kein Mann für Zahlen und Briefe, dafür gab es andere. Er war der Mann, den man rief, wenn das Haus stöhnte.

Die Schwester wohnte am Rand der kleinen Stadt, zwei Straßen hinter der Kirche, ein kleiner Garten, eine niedrige Mauer, ein Holzschuppen, in dem alles lag, was man irgendwann noch brauchen könnte und dann vergaß. Oskar klopfte nicht einmal richtig, er drückte einfach die Klinke, wie immer. Drinnen roch es nach Lauch und Pfeffer, nach Holz und Wolle. Seine Schwester drehte sich um, wischte die Hände an der Schürze ab und sagte nur: „Da bist du ja.“

Er nickte, nahm den Hut ab, hängte ihn an den Haken, zog den Mantel aus und spürte, wie die Wärme ihm in den Rücken kroch. Das war ein Gefühl, das man nicht kaufen konnte.

„Du siehst müde aus“, sagte sie.

„Das Haus war wieder dran“, sagte Oskar. Mehr sagte er nicht. Sie wusste, was das bedeutete.

Er setzte sich an den Tisch, holte die Zeitung heraus und legte sie neben seinen Teller, als wäre es etwas, das man später in Ruhe anschauen wollte.

Seine Schwester stellte ihm eine Tasse hin, dann eine zweite, obwohl sie wusste, dass er nur eine trank. Sie war so. Ordnung war für sie nicht das, was man machte, wenn es sinnvoll war, sondern das, was man machte, damit die Welt nicht aus den Fugen geriet.

Es klopfte, zwei kurze Schläge, nicht zögerlich, nicht frech, eher wie jemand, der wusste, dass er hereindurfte, aber trotzdem nicht über die Schwelle stolpern wollte. Seine Schwester sah zur Tür, dann sah Oskar zur Tür, beide wussten schon, wer es war.

Der Mann trat ein, hielt den Hut in der Hand, als hätte er vergessen, ihn aufzusetzen, und blieb einen Moment stehen, als müsste er erst entscheiden, ob er hereinkommen wollte. Er war nicht groß, nicht klein, ein Körper, der im Krieg gelernt hatte, im Zweifel stramm zu stehen. Das Gesicht war kantig, die Augen waren wach, aber nicht neugierig, eher vorsichtig. Ein Mann, der nicht fragte, wenn er nicht musste.

„Du“, sagte Oskar. Mehr war nicht nötig.

Der Mann nickte, ein kurzes Lächeln, dann setzte er sich, als wäre er nie weg gewesen. Es war sein Schwager, auch wenn Oskar sich manchmal dabei ertappte, dass er das Wort zu weich fand. Schwager klang nach Familienfesten und Kuchen, dieser Mann war mehr Familie über drei Ecken und längst vergessen, wie genau.

Seine Schwester stellte ihm eine Schüssel hin, als hätte sie ihn erwartet. Vielleicht hatte sie das.

„Arbeit?“, fragte sie, als wäre es das Wetter.

Der Mann hob die Schultern. „Man hört hier und da was. Nichts, wo man bleibt.“

„Du könntest auf dem Gut fragen“, sagte sie und sah Oskar an.

Oskar schnaubte leise. „Auf dem Gut fragt man nicht. Man wird gerufen.“

Der Mann lächelte kurz, ohne Humor, eher als Zustimmung. „Ich will nicht wieder dahin, wo die Leute so tun, als wären sie Herr über alles. Ich habe genug von Männern, die mit einem Finger schnippen.“

„Dann geh zur Bahn“, sagte Oskar. „Da schnippt man nicht, da schreit man.“

„Bahn“, murmelte der Mann. „Ich habe Züge gesehen. Zu viele.“

Seine Schwester stellte den Topf auf den Tisch, die Kelle klang gegen Metall, es war ein geliebtes Geräusch, das alles andere kurz übertönte. Oskar merkte, wie der Mann die Hände um die Schüssel legte, als müsste er sich daran erinnern, dass Wärme existierte.

„Und sonst?“, fragte Oskar, weil er wusste, dass man nicht zu schnell zum Kern springt. Das war nicht seine Art, und es war auch nicht die Art eines Mannes, der aus dem Krieg kam.

„Sonst“, sagte der Mann, „ist alles so, als wäre es nie gewesen. Und dann ist es wieder da. In den Augen von Leuten, in der Art, wie einer die Tür zumacht, in der Stille nach einem Scheppern, auch wenn es nur ein Teller ist.“

Oskar nickte. Er verstand weniger, als er tat, aber er verstand genug, um zu schweigen.

Sie aßen. Es war gut. Es war einfach. Es war das, was man brauchte, um nicht zu denken.

Erst als die Schüsseln leer waren und die Schwester den Topf vom Tisch nahm, griff Oskar nach der Zeitung. Er klappte sie auf, ohne Eile, mehr aus Gewohnheit als aus Absicht, und dann blieb sein Blick hängen.

Auf der zweiten Seite, nicht groß, ein Bild, schwarzweiß, etwas körnig, aber deutlich genug. Eine Frau, schlank, mit einem Hut, der zu fein für diese Zeitung war, ein Blick, der nicht wusste, ob er freundlich sein wollte. Daneben passend ihr Mann. Eine Art Korrektheit, die nicht aus Eitelkeit kam, sondern aus Disziplin. Er stand einen halben Schritt zu nah bei ihr, nicht aufdringlich, eher so, als wäre er schon immer dort gewesen.

Darunter ein Text, der so tat, als wäre das alles nur eine Meldung, wie ein neues Dach für die Schule oder ein gespendeter Baum für den Park.

„Kleine Feier auf dem Gut der Lady“, las Oskar leise. „Spende an den Veteranenverein, Einladung, die üblichen Namen. Und er ...“ Er hielt inne.

„Wer?“, fragte der Mann und beugte sich vor. Er war nicht neugierig, er war aufmerksam. Das war etwas anderes.

Oskar las weiter, dann sagte er den Namen, der dort gedruckt stand, als wäre er selbstverständlich: „Adam Baker, jetzt ...“ Er stockte, weil die Zeitung einen Titel druckte, den Oskar im Mund nicht tragen wollte. Es klang nach Herkunft und Würde, nicht nach diesem Menschen. „Jetzt Hausherr auf ... du weißt schon.“

Der Mann sah auf das Bild, erst flüchtig, dann länger. Oskar sah, wie etwas in seinem Gesicht arbeitete, nicht Angst, nicht Wut, eher Erinnerung, die sich ihren Weg suchte.

„Den habe ich schon gesehen“, sagte der Mann.

Oskar schnaubte leise, nicht abwertend, eher erstaunt. „Du kennst Adam Baker? Den Hausherrn?“

Der Mann sagte nichts, er sah weiter auf das Bild, als könnte er es anfassen, wenn er nur lange genug schaute.

„Das ist unser Hausherr“, sagte Oskar schließlich, weil er merkte, dass seine Schwester ihn anstarrte. Es war ein Blick, der sagte, red keinen Unsinn, du bringst Unruhe in die Küche.

„Hausherr“, wiederholte der Mann. Er sprach das Wort aus, als wäre es ein Stein.

Oskar klappte die Zeitung ein Stück zu, als wäre es unhöflich, zu lange hinzusehen. „Er ist mit der Lady verheiratet. Einer Witwe. Nicht reich, nicht so, wie die Leute glauben, aber das Gut bringt Geld, und der Name bringt Türen. Und er bringt ...“ Oskar hielt inne, weil er merkte, dass er schon zu viel sagte.

„Wie hat er das geschafft?“, fragte der Mann. „Der ist kein ...“ Er ließ den Satz hängen.

Oskar verstand. „Wir dachten anfangs, er sei Offizier gewesen“, sagte er. „Er hat sich gegeben wie einer. Ruhig, gerade, keine Witze, keine lauten Worte. Und er hatte Geld. Zumindest sah es so aus. Er hat ihr geholfen, sagen die Leute. Sie war müde vom Trauern, vom Gerede, vom Gut, von den Brüdern ihres Mannes, von allem.“

Seine Schwester räusperte sich. „Du redest, als hättest du sie im Arm gehalten.“

Oskar sah sie kurz an, dann wieder den Mann. „Ich sehe nur, was im Haus passiert. Und was im Haus passiert, passiert auch dann, wenn man die Tür zumachen will.“

Der Mann nickte langsam. „Es ging schnell“, sagte er, als hätte er den Text gelesen, ohne ihn zu lesen.

Oskar nickte. „Das Trauerjahr war gerade einen Tag vorbei. Einen Tag. Da standen sie vor dem Altar. Die Kirche war voll, nicht aus Freude, aus Neugier. Du weißt, wie das ist.“

„Und dann?“, fragte der Mann.

Oskar zog die Zeitung wieder heran, als bräuchte er etwas, woran er die Hände festmachen konnte. „Ab dann wurde es anders“, sagte er.

Er hörte sich selbst zu und dachte, dass er so sprach, wie man auf dem Gut sprach, wenn man nicht beschuldigen wollte, aber trotzdem etwas sagen musste.

„Sie hatten Streit ums Erbe“, fuhr er fort. „Nicht um ihr Erbe, um seins, vom verstorbenen Earl. Zwei Brüder. Einer davon Anwalt, Notar, ein Mann mit Papierhänden. Der andere laut, rot im Gesicht, wenn er den Flur betritt. Der Laute will klagen, sagt man. Der mit Papier, der kommt öfter. Und verbringt viel Zeit in der Jagdhütte.“

Seine Schwester machte ein Geräusch, das zwischen Missbilligung und Gewohnheit lag. „Oskar.“

„Es wird gemunkelt ... mit dem Jäger“, sagte Oskar und hob die Hand, als wolle er sich selbst bremsen. „Aber das ist nicht neu. Solche Dinge werden immer gemunkelt. Früher hat es nur niemand laut gesagt, weil man wusste, wie gefährlich so etwas werden kann. Seit der Hausherr angeordnet hat, dass die Herrschaften bei der Jagd nicht zu stören sind, redet im Haus ohnehin kaum noch jemand offen. Er duldet kein Geschwätz.“

Der Mann sah ihn an. „Und das Testament?“

Oskar schluckte. „Ein Testament wurde gefunden. So nennen sie es. Plötzlich war es da. Und nun ist die Witwe, die Lady, die alleinige Begünstigte. Alles geht an sie. So steht es jetzt da, so wird es erzählt.“

„Gefunden“, wiederholte der Mann. Er sagte es leiser, als hätte er verstanden, was das Wort eigentlich bedeutete.

Oskar nickte. „Gefunden.“

Er merkte, dass seine Hände schwitzten, obwohl es warm war. Er merkte auch, dass er plötzlich sehr müde war, als hätte er den ganzen Tag wieder Dachziegel getragen.

„Und die Lady?“, fragte der Mann.

Oskar zögerte, dann sagte er es so, wie man es sagt, wenn man nicht will, dass es jemand in ein Buch schreibt. „Sie verlässt kaum noch das Bett. Schwach. Blass. Sie isst wenig. Sie redet wenig. Manchmal hört man sie nachts husten oder etwas sagen, das keiner versteht. Der Arzt war da, zweimal, dreimal. Er sagt, Ruhe, frische Luft, stärkende Brühe. Er sagt immer das Gleiche, weil er nichts anderes sagen kann, ohne sich die Finger zu verbrennen.“

Der Mann sah wieder auf das Bild in der Zeitung. „Und er?“

„Er ist da“, sagte Oskar. „Immer. Er lächelt, wenn jemand kommt, er redet höflich, er ist freundlich, er ist korrekt. Er führt die Leute herum, zeigt ihnen, was sie sehen wollen. Und wenn sie gehen, steht er am Fenster, bis die Kutsche außer Sicht ist. Dann geht er wieder nach oben.“

Seine Schwester stellte die Tassen hin. Sie tat es lauter als nötig, als wollte sie das Gespräch mit Geräuschen füttern, damit es nicht zu nah wurde.

„Wir brauchen wohl bald noch ein Zimmermädchen“, sagte Oskar, weil es ihm plötzlich einfiel und weil es genau das war, was solche Gespräche erträglich machte, wenn man nicht im Dunkeln sitzen wollte. „Eine ist schwanger.“

Seine Schwester sah ihn scharf an, als hätte er mit Absicht eine Tür geöffnet.

Der Mann hob den Blick. „Schwanger.“

Oskar zuckte mit den Schultern, so unbeteiligt, wie man sein kann, wenn man in einem Haus lebt, in dem jeder jeden beobachtet. „Das passiert. Es ist nicht das Erste. Nur diesmal passt es schlecht, weil die Lady ...“ Er brach ab.

„Weil die Lady im Bett liegt“, sagte der Mann.

Oskar nickte.

Eine Weile war nur das Ticken der Uhr zu hören. Oskar spürte, wie der Mann sich an etwas festhielt, das nicht auf dem Tisch lag. Er kannte diese Art, still zu werden, weil man sonst etwas sagt, das nicht zurück in den Mund passt.

„Der Papierbruder“, sagte der Mann schließlich. „Der, der oft in der Jagdhütte ist. Warum kommt der so oft, wenn er doch eigentlich auf der anderen Seite stehen müsste?“

Oskar sah ihn an. „Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass er kommt. Ich sehe seine Schuhe im Flur. Saubere Schuhe, immer. Und ich sehe, dass Adam ihn nicht wie einen Feind behandelt. Eher wie jemanden, den man auf Abstand hält, aber nicht hinauswirft.“

„Und der andere Bruder?“, fragte der Mann.

Oskar verzog den Mund. „Der tobt. Er brüllt draußen im Hof, wenn er da ist. Er redet von Gericht, von Recht, von Schande. Aber er ist allein. Und wenn man allein ist, kann man so viel brüllen, wie man will, das Holz bleibt Holz.“

Der Mann lehnte sich zurück. „Im Krieg“, sagte er, „brüllt der, der Angst hat. Und der, der gar nichts sagt, hat meistens mehr vor.“

Oskar sah ihn lange an. „Du redest, als kennst du ihn wirklich.“

Der Mann schüttelte den Kopf, langsam. „Ich habe viele gekannt. Und ich habe viele nicht gekannt, obwohl ich neben ihnen stand.“

Oskar klappte die Zeitung zu, als wäre es damit erledigt. Aber es war nicht erledigt. Es war im Raum, wie Rauch, den man nicht lüften kann.

„Was hast du gesehen?“, fragte Oskar leise.

Der Mann sah ihn an, dann die Schwester, dann wieder Oskar. Er wirkte plötzlich älter, obwohl er nicht alt war. „Ich habe ihn gesehen“, sagte er. „Nicht so herausgeputzt wie hier. Nicht mit einem Hut. Nicht mit einem Titel. Ich habe ihn gesehen im Regen, im Schlamm, zwischen Männern, die nie nach Hause kommen sollten. Und er war immer da. Immer.“

Oskar spürte, wie ihm kalt wurde, obwohl der Ofen brannte. „Er war bei dir?“

Der Mann nickte. „Nicht bei mir. Neben mir. Das ist etwas anderes. Er war eigenartig. Mutig. Nicht wie ein Offizier, nicht wie ein gewöhnlicher Mann. Niemand, mit dem man sich anlegt. Nicht, weil er laut war. Weil er ...“ Der Mann suchte nach dem Wort und fand es nicht, weil das Wort nicht in Küchen gehörte.

Oskar wartete.

„Weil er keine Grenzen hatte“, sagte der Mann schließlich.

Seine Schwester stellte den Löffel in die Spülschüssel, als hätte sie plötzlich etwas zu tun, und blieb dort stehen, den Rücken zu ihnen, weil auch das eine Art von Anstand war.

„Und wie kommt so einer dazu, eine Lady zu heiraten?“, fragte Oskar und merkte, wie banal die Frage klang, nachdem gerade von Grenzen die Rede gewesen war.

Der Mann sah wieder auf das Bild. „Vielleicht, weil er weiß, wie man still wartet“, sagte er. „Weil er weiß, wie man sich nützlich macht. Weil er weiß, wie man etwas findet, das jemand braucht.“

Oskar schluckte. „Er hat ihr geholfen“, sagte er, mehr zu sich als zu den anderen. „Beim Streit. Beim Testament. Bei allem.“

„Ja“, sagte der Mann. „Er hilft.“

Die Schwester drehte sich um. „Ihr redet, als wäre er ...“ Sie brach ab, weil sie nicht wusste, welches Wort in ihrer Küche erlaubt war.

Oskar stand auf, ging zum Fenster und sah hinaus auf die kleine Straße. Es war dunkel geworden. In zwei Häusern brannte Licht, sonst herrschte Stille. Oskar dachte an das Gut, an die langen Flure, an das Zimmer oben, in dem die Lady lag, blass und schwach, und an den Mann, der unten stand und wartete.

Er nahm die Zeitung, sah noch einmal auf das Bild. Der Name darunter wirkte plötzlich wie eine Maske, die man abnimmt, wenn niemand hinschaut.

„Adam Baker“, sagte Oskar leise. „So steht es hier.“

Der Schwager machte ein Geräusch, fast ein Lachen, aber ohne Freude. Dann schwieg er lange.

Als Oskar schon dachte, er würde nichts mehr sagen, kam es, ganz ruhig, ganz unspektakulär, wie ein Satz, den man erst später versteht.

„Jetzt fällt’s mir ein“, sagte der Mann. „Niemand hat ihn je Adam oder Baker genannt. Ich kannte ihn als Skinner.“